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Interview Gordon Liu
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Es war sicherlich einer der absoluten Höhepunkte von Sifu Garskis und Sifu Ols Hongkong Reise 2006, den im Easternbereich sehr bekannten und renommierten Schauspieler Gordon Liu, der auch bekannt ist als Lau Kar Fei (36 Kammern der Shaolin, Kill Bill) zu Interviewen. Sie trafen auf einen überaus sympathischen und offen Menschen der mit sich über fast alles reden lies und einige Einblicke in seine Schauspielkarriere gab. Das Interview wurde im Februar 2006 in Hongkong aufgezeichnet. Hier nun Exklusiv für die Leser des WebMag das Interview.
WebMag: Es ist uns eine große Ehre sie zum diesem Interview zu begrüßen.
Gorden Liu: Vielen Dank! Es wird mir eine große Freude sein Ihre Fragen zu beantworten.
WebMag: Das sind sie sicherlich schon sehr oft gefragt worden, aber wir wollen es trotzdem noch mal von Ihnen persönlich erfahren...Wie sind sie zu Kung-Fu gekommen?
Gordon Liu: Ich denke mal, dass es nicht viel anderes war wie bei den meisten die zum Kung-Fu gekommen sind. Im Fernsehen habe ich die *Wong Fei Hung Serien gesehen und war sehr begeistert von den Bewegungen. Mit 10 Jahren begann ich dann mit dem Hung Gar Kung-Fu. Ich habe sehr gern und sehr viel Trainiert, so dass ich nach der Schule mit 16 Jahren eigentlich gar keine Lust hatte einer geregelten Arbeit nachzugehen. Ich wollte nur Kung-Fu machen.
*Anmerkung der Redaktion: Alte Wong Fei Hung Serie aus den 50/60er Jahren mit Kwan Tak Hing
WebMag: Wie sind Sie dann zum Film gekommen?
Gordon Liu: 1973 holte mich mein Bruder (Lau Kar Leung) als Stuntman zum Film. Diese Tätigkeit gefiel mir auf Anhieb sehr gut, da ich es mit meinem Kung-Fu verbinden konnte. 1974 ging ich dann nach Taiwan und drehte dort meinen ersten Film als Nebendarsteller. Der 8. Film war schon "Die 36 Kammern von Shaolin" und wurde für mich zu einem großen Erfolg da ich die Hauptrolle spielte.
WebMag: Wie verbinden Sie Schauspielkunst und Kampfkunst?
Gordon Liu: Im Bereich der Martial Arts Filme ist eine große körperliche Fitness die Voraussetzung um überhaupt solche Filme drehen zu können. Aber auch das Schauspielerische in dieser Art von Filme ist von Bedeutung. Mimik und Gestik sind das Handwerkszeug eines guten Schauspielers. Er muss in der Lage sein in verschiedene Rollen und Charaktere zu schlüpfen und sie glaubwürdig darzustellen. Ein guter Schauspieler muss nicht unbedingt ein guter Kampfkünstler sein. Aber umgekehrt ist es wichtig als guter Kampfkünstler eine gute Schauspielerische Erfahrung zu haben sonst sind die Rollen die man Spielt nicht glaubwürdig.
WebMag: Wie definieren Sie Kung-Fu?
Gordon Liu: Für mich persönlich heißt Kung-Fu als allererstes tägliches Training und eine gute Fitness. Des Weiteren ist Kung-Fu für mich reine Selbstverteidigung und sollte auch nur dort angewendet werden.
WebMag: Wissen Sie überhaupt noch wie viele Filme Sie gedreht haben?
Gordon Liu: (Lacht) Es müssten inklusive der für das Fernsehen gedrehten Filme über 100 sein. Davon 30-40 für die Shaw Brothers!
WebMag: Haben Sie persönliche Favoriten unter Ihren Filmen?
Gordon Liu: Auf jedenfall "Die 36 Kammern von Shaolin" und "Heroes of the East"!
WebMag: Bleibt Ihnen eigentlich noch neben der Schauspielerei und Ihrer Familie Zeit für private Hobbys?
Gordon Liu: (Grinst) Ja doch! Es ist nicht viel Zeit die bleibt, aber es reicht meiner zweiten Leidenschaft, der Musik, nachzugehen. Ich spiele sehr gern Gitarre und Keyboard und bin ein Fan der Musik von Deep Purple und den Eagles!
WebMag: Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
Gordon Liu: Ich möchte in Zukunft als Schauspiellehrer und Kung-Fu Trainer arbeiten und meinen eigenen Kindern möchte ich eine gute berufliche Ausbildung ermöglichen.
WebMag: Wir bedanken uns für das Interview und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg!
Gordon Liu: Ich danke ihnen und bitte bestellen Sie meinen Fans in Deutschland viele Grüße.
WebMag: Das werden wir sehr gerne machen!
© Ali Ol / Björn Henke Kung-Fu WebMag / German Chow Gar Association / VFCK
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