|
|
 |
 |
 |
 |
Dang -
|
Die Sitzbank
|
|
Nach oben
|
|
|
Legenden und Geheimnisse liegen versteckt in den heiligen Bergen Chinas. Über die Jahrhunderte wurden viele Geschichten über Kampfkunstmeister erzählt, die in diesen Bergen gelebt und trainiert haben. Diese Legenden wurden von Generation zu Generation überliefert. Hier ist eine dieser Sagen.
Die Bank des alten Mönches Während der Erntezeit zogen viele Farmer aus dem nahe gelegenen Dorf über die Berge, um ihre Waren zu verkaufen. Aber der Bergpass war sehr schmal, vor allem bei der Höhle des alten Mönches, der dort als Einsiedler lebte. Eines Tages versuchten 2 Farmer im selben Moment, diese schmale Stelle zu passieren. Da keiner der beiden dem anderen den Vortritt lassen wollte, fingen sie an zu streiten. Sie legten ihre Waren nieder und begannen mit ihren mitgeführten Stöcken zu kämpfen. Aufgeweckt durch diesen Konflikt kam der alte Mönch aus seiner Höhle hervor und versuchte den Streit zu schlichten. Er benutzte die Bank, auf der er geruht hatte, um jeden Angriff der Männer zu blocken und zu kontern. In Ehrfurcht vor den Fähigkeiten des alten Buddhas hielten die beiden Männer in ihrem Kampf inne und erlaubten dem Einsiedler, in der Uneinigkeit zu vermitteln.
Aus der Ferne sahen 2 junge Mönche, die dem alten Einsiedler täglich Essen und Wasser brachten, wie einfach er den Disput beendet hatte. Überrascht von der Stärke und Kraft des alten Mönches, die er mit der Bank gezeigt hatte, eilten sie zurück zum Tempel, um dem Abt zu erzählen, wie der Alte seine Fähigkeiten und Philosophie benutzt hatte, um den Konflikt zu beenden. Am nächsten Tag wollten die beiden jungen Mönche den Einsiedler bitten, sie in den Techniken mit der Bank zu unterrichten. Aber anstelle von ihm fanden sie seine Höhle leer bis auf die Bank, eine Notiz und einige Zeichnungen mit Techniken der Bank, die der Alte zurückgelassen hatte. In der Notiz stand, dass sie sich daran entsinnen sollten, wie er sein Training dazu genutzt hatte, den Farmern zu helfen, ihren Konflikt beizulegen. Weiter stand geschrieben, dass sie nach den Zeichnungen die Bewegungen der Bank üben sollten. Der alte Mönch hatte die jungen Mönche gelehrt, dass die wahre Philosophie der Kampfkünste die ist, die Fähigkeiten und das Wissen zu nutzen, um die Menschen zu beschützen und ihnen zu helfen, sich besser zu entwickeln.
|
Nach oben
|
|
|
|
Nach oben
|
|
|
Dang - Die Sitzbank Das Kung-Fu Waffenarsenal umfasst eine Vielzahl von Formen, Größen und Zwecken. Obwohl einige dieser Gegenstände für das ungeübte Auge nutzlos aussehen, sind sie ebenso ein Bestandteil der Kung-Fu Welt wie der Stock oder der Speer. Dieser Trugschluss mag daher kommen, dass einige der Waffen ursprünglich keine waren, sondern Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens, die als Verteidigungswaffen benutzt wurden. In den alten Zeiten konnten die Dinge des täglichen Lebens, die normalerweise keine Kampfqualitäten hatten, in den Händen eines erfahrenen Praktizierenden zu verheerenden Waffen werden. Viele dieser Gegenstände, wie zum Beispiel der Gelehrtenfächer, Haarnadeln, Münzen, Stäbchen und die Bank, sind auch heute noch in Gebrauch.
Die chinesische Holzbank, die sich in Form und Aussehen seit Urzeiten nicht verändert hat, war früher überall im alten China zu finden. Wenn jemand heutzutage in ländliche Teile Chinas reist, wird er immer noch viele Bänke sehen können, die benutzt werden. Diese Holzbänke waren unauffällige und angenehme Waffen, da man sie weithin auf Marktplätzen, in Teehäusern und vielen anderen Versammlungspunkten finden konnte. Die Bank oder "Dang" diente als Platz zum sitzen, schlafen, essen, um darauf zu arbeiten und schließlich als exzellentes Werkzeug für den Kampf.
Techniken mit der Bank können zurückgeführt werden auf die Grundbewegungen aus Formen mit dem doppelendigen Stock. Wie dieser wird die Bank primär mit 2 Händen gehalten. Wie man die Bank hält ist jedoch einzigartig, da man diese mit beiden Händen an jeweils den linken und rechten v-förmigen Beinen hält. Beide Enden der Bank werden für offensive und defensive Aktionen benutzt, wie schlagen, stoßen und umlenken ankommender Attacken, wobei das Mittelstück in erster Linie zum Blocken, Drücken und Behindern der gegnerischen Waffen dient. Die Form und Konstruktion der Beine der Bank ist darauf ausgerichtet, große Gewichte und Druck auszuhalten. Dadurch können die Beine gut zum Fangen anderer Waffen benutzt werden. Man kann sie auch zum Festhaken, Runterdrücken und Brechen nutzen, ebenso gut trägt sie das Gewicht des Praktizierenden, wenn ein Kampf auf den Boden verlagert wird.
In einigen südlichen Systemen wie Choy Lay Fut, Hung Fut Kuen und Chow Gar Kuen wird die Sitzbank noch unterrichtet. In Europa ist diese "Waffe" aber eher selten anzutreffen, da kaum ein Shop diese in ihrem Sortiment führt oder sie in vielen Stilen nicht gelehrt wird. Die Einzigartigkeit und die enorme Vielfalt der Techniken machen die Bank zu einem überaus praktischen Werkzeug im Kampf und ihre Techniken sind heute noch so anwendbar wie damals.
© Ali Ol / Björn Henke Kung-Fu WebMag / German Chow Gar Association / VFCK
|
Nach oben
|
|
 |